Sommerinterview mit dem Vorsitzenden Alexander Prim

Sommerinterview mit dem Vorsitzenden Alexander Prim

Herr Prim, es liegt eine sehr erfolgreiche Spielzeit mit den Aufstiegen der Ersten und der Zweiten Mannschaft hinter Ihnen. Was erwarten Sie für die neue Saison? Kann es so weitergehen?

Der großartige Erfolg in der letzten Saison war das Ergebnis langjähriger zielorientierter Arbeit im gesamten Verein. Beide Teams spielen nun ein Klasse höher und haben damit ganz andere Kaliber an Gegnern vor der Brust.

 

Das bedeutet, dass es nur um den Erhalt der jeweiligen Klassen geht?

Wenn dies im Frühjahr 2019 zu Buche steht, haben wir viel erreicht, das ist klar. Trotzdem bin ich kein Typ für Minimalziele. Ich möchte, dass wir in beiden Ligen gut mitspielen, ausreichend Punkte für den Klassenerhalt sammeln und darüber hinaus das ein oder andere Ausrufezeichen setzen.

 

Was wird sich bei den Ligateams des PCF kommende Saison ändern?

Parallel zum sportlichen Erfolg möchten und haben wir uns auch strukturell weiter entwickelt. Alle Heimspieltage werden immer samstags um 17:00 (Zweite) und 18:45 (Erste) angepfiffen und finden immer in der Halle an der Boverstraße statt. Das schafft Routinen für die Spieler und hoffentlich auch für eine größer werdende Zahl an Fans. Wir haben uns beim PCF übrigens bewusst als einziges Regionalligateam gegen Eintrittsgelder entschieden. Damit einher geht die Botschaft an alle Mülheimer: „Kommt vorbei und lernt den Futsalsport und den Verein kennen, der Mülheim in seiner Sportart auf höchstem Niveau repräsentiert.“

Bild von Man Lee Yip (www.yip-photo.de)

 

Und auf dem Platz, was gibt es da Neues?

Wir haben die auf den ersten Blick etwas kuriose Situation zu bewältigen, dass uns der Erfolg vor Probleme bei der angemessenen Kaderbesetzung stellt?

 

Das müssen Sie erläutern.

Der PCF Mülheim ist „100% selfmade by Ehrenamt“, wie wir gerne betonen. Das bedeutet auch, dass unsere finanziellen Spielräume überschaubar sind. Es kommt also nun zu folgender Situation: Spieler, die uns qualitativ weiterhelfen würden, möchten für ihr Spiel bezahlt werden, was wir nicht leisten können. Für Spieler, die einfach „just for fun“ vorbeikommen, ist das Einstiegsniveau in der Futsal Regionalliga jedoch in der Regel eine Nummer zu groß.

 

Wie haben Sie also konkret reagiert?

Wir haben Kooperationen mit zwei, drei Fußballvereinen geschlossen. Dabei geht es um die A-Jugendspieler des älteren Jahrgangs, die Perspektiven für höherklassigen Fußball haben. Wir können den Jungs Futsal im Wettbewerb auf höchstem Niveau bieten und gleichzeitig die Chance auf die Futsalnationalmannschaft, die sich vorrangig aus U23 Spieler zusammensetzen soll. Wir sind überzeugt, dass jeder junger Kicker, der parallel zum Feldfußball auch einige besondere Skills und Erfahrungen im Futsal kennenlernt, in beiden Sportarten besser werden wird. Eine klare win-win Situation für die kooperierenden Vereine und auch die Spieler selbst.

 

Welche Teams sind in der Regionalliga favorisiert?

Die Panthers aus Köln sind deutscher Vizemeister und somit sicherlich Favoriten auf die Meisterschaft. Ich glaube an ein sehr langes, sehr enges Duell mit Sennenstadt und glaube auch dass die Ostwestfalen diese Saison ganz vorne stehen könnten.

 

Was wünschen Sie als Vorsitzender des PCF sich ganz persönlich für die nächste Spielzeit?

Von unseren Ligateams erwarte ich ein jederzeit konzentriertes und engagiertes Auftreten. Dann werden wir von ganz allein die notwendigen Punkte sammeln. Volle Hallen an Heimspieltagen wären dafür eine tolle Sache.

Aber ich betone ja immer, dass der PCF nicht nur aus den beiden Ligateams besteht. Wir suchen gezielt nach weiteren Kooperationen mit anderen Vereinen und möchten den PCF stets aktuelle und professionelle Strukturen geben. Wir werden uns auch in den Bereichen der Jugendarbeit, bei der Flüchtlingsintegration und ganz insbesondere bei der Förderung der ehrenamtlichen Vereinsarbeit weiter verbessern. Wenn das alles gelingt, war es ein weiteres starkes Jahr des PCF!

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