Interview mit Vereinspräsident Alexander Prim

Die Mülheimer Futsaler vom PCF starten ins Jubiläumsjahr

Seit bereits zehn Jahren wird in Mülheim nunmehr Futsal gespielt. Der PCF Mülheim hat sich in dieser Zeit von einem Kleinstverein mit acht Mitgliedern zu einem etablierten und breit aufgestellten Sportverein gemausert. Über die ersten Vereinsjahre und die Perspektiven für 2018 sprachen wir mit dem Vereinsvorsitzenden Alexander Prim.

2008 haben Sie und der PCF dem Futsal in Mülheim eine Heimat gegeben. Wie lautet Ihr Resümee seither?

Wenn Sie sowohl nach der Sportart Futsal als auch nach dem PCF fragen, muss ich deutlich differenzieren. Der Futsal hat seit 2008 sein Potential nicht ausgeschöpft und der PCF steht gut da und hat hervorragende Perspektiven.

Das müssen Sie bitte jeweils erläutern.

Der Futsal weilt in Deutschland weiterhin in einem Nischendasein und steht deutlich im Schatten des Fußballs, aber auch im Schatten anderer Hallensportarten. Dass sich Futsal und Fußball ergänzen, ist bei zu wenigen Funktionsträgern, Trainern und Spielern bisher angekommen. Das Standing des Futsals ist in Relation zu seinem Mehrwert insbesondere in der Ausbildung junger Spieler katastrophal. In Mülheim und am Niederrhein machen wir vom PCF uns mit vielen guten Ideen für den Futsal stark, was auch Wirkung zeigt. Aber in der breiten Öffentlichkeit spielt unsere Sportart fast keine Rolle, was sehr schade ist.

Und mit dem Blick auf den Verein?

Wir haben vor zehn Jahren mit acht Leuten zusammengesessen und wollten Mülheim um eine Sportart reicher machen. Was als kleine Innovation gedacht war, hat sich insbesondere in den letzten Jahren zu einem erfolgreichen und vielschichtigen Projekt entwickelt.

Worauf sind Sie besonders stolz?

Hinterm PCF stehen mehrere Menschen die nahezu täglich mit großem Eifer im Sinne des Futsals und zum Vereinswohl aktiv sind. Es macht mich stolz, so ein gutes Team um mich herum zu haben. Und natürlich ist es auch super, was wir seit 2008 auf den Platz gebracht haben.

Was meinen Sie damit?

Ich meine damit vor allem, dass wir mittlerweile allwöchentlich acht verschiedene Sportangebote anbieten können. Wir sind der einzige Futsalverein mit einer aktiven Jugendabteilung. Wir bieten Sport gezielt für Flüchtlinge und für Damen an. Wir sind unserem Vereinsziel „Sport für Jedermann“ in den letzten Jahren sehr nahe gekommen. Und wir sind „nebenbei“ in unserer Kernsportart Herrenfutsal mit zwei Ligateams am Start und spielen die bisherige Saison so erfolgreich wie nie.

Ist der Aufstieg in die höchste deutsche Futsalliga bereits fest eingeplant?

Wir sind nicht blauäugig. Verletzungen, Sperren, Pech – es kann noch viel passieren. Aber dass unser Team acht Ligaspiele gewonnen hat und im Pokalwettbewerb auch noch mitmischt, ist ein deutliches Signal. In der Futsalszene hat in den letzten Monaten jeder gemerkt, dass der Aufstieg in die Westdeutsche Futsalliga diese Saison nur über den PCF Mülheim läuft.

Apropos Pokal. Am kommenden Wochenende beginnen im Futsal schon wieder die Pflichtspiele?

Das ist korrekt, am Samstag fahren unsere beiden Teams nach Düsseldorf. Während die Erste gegen Fortuna Düsseldorf II antritt, spielt der PCF II gegen Toro Eller. Unsere Erste geht favorisiert ins Spiel, die Zweite hingegen ist sicherlich Außenseiter. Aber im Pokal ist alles möglich.

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